Chiara Pizzinato

Chiara Pizzinato

Mit dem neuen Software-Set DesignWorks erweitert BERNINA das Nähen und Sticken um drei neue Techniken: Mit PaintWork, CrystalWork und CutWork lassen sich beliebige Bilder, Muster und Formen auf einfache Weise als Stoffmalerei, Strasssteinmotiv oder Durchbruchmuster umsetzen. Zusammen mit der italienischen Designerin Chiara Pizzinato hat BERNINA eine Kollektion von Kleidern entworfen, die mit DesignWorks verziert wurden, und diese im Rahmen einer Modenschau am Europäischen Patchworktreffen im französischen Ste. Marie aux Mines präsentiert.

«Ich liebe Stoffe.»

„Ich liebe Stoffe“, sagt Chiara Pizzinato. Für die Designerin, die einen Master in Umweltwissenschaften hat und viele Jahre für ein nautisches Hydraulikunternehmen arbeitete, ist das kreative Arbeiten mit Textilien untrennbar mit dem Wirken der Natur verbunden. Seit 2002 entwirft sie High-Fashion und Accessoires, deren natürliche Texturen ihren künstlerischen Gestaltungswillen zeigen und mit Einflüssen aus ihrer Biographie verbinden. Die DesignWorks-Software hat ihr dabei neue Möglichkeiten eröffnet. „Die DesignWorks-Software ist für mich höchst interessant. Sie erlaubt es mir, einen Stoff in einen ganz anderen Stoff umzuwandeln.“

Zusammen mit einem Team von BERNINA hat Chiara Pizzinato für die Modenschau in Ste. Marie aux Mines neun Kleider realisiert und dabei die drei DesignWorks-Techniken auf vielfältige Weise eingesetzt und verbunden. Rund ein halbes Jahr dauerte die Arbeit an der DesignWorks-Kollektion. Entstanden ist etwa ein Etuikleid mit applizierten Ginkgo-Blättern, die mit PaintWork gezeichnet, mit CutWork ausgeschnitten, anschliessend appliziert und mit Stickerei versehen wurden. Ein hauchzartes weisses Sommerkleid wurde mit grossflächigen PaintWork-Ornamenten in rot- und lila-Schattierungen versehen. Auf dem Rücken eines Seidenkleides wächst ein gemalter und reich überstickter Familienbaum, dessen Wurzeln sich bis fast zum Saum hinunter erstrecken. Auf einem dunklen Cocktailkleid sind Blumenranken aus Strasssteinen zu sehen. „Die Resultate sind unglaublich“, so Chiara Pizzinato anlässlich der Modenschau. Das Publikum teilte diese Einschätzung: Dreimal täglich an drei verschiedenen Tagen fand die Schau statt – vor stets gefüllten Rängen.
 

Geboren 1961, absolvierte Chiara Pizzinato ein Studium der Naturwissenschaften an der Universität in Padova, machte ihren Master in Umweltwissenschaften an der Fondation Universitaire Luxemburgoise in Belgien und arbeitete zehn Jahre für ein Hydraulikunternehmen. Durch einen Patchworkkurs fand sie zur Textilverarbeitung, gründete 2002 die Firma „Le Tessiture“ und kreiert seither handgemachte Mode und Accessoires, die ihre lange Familiengeschichte und ihr botanisches Wissen mit künstlerischem Flair verweben. 2003 gewann Chiara Pizzinato den Wettbewerb „World Quilt Textile“ in Michigan. 2005 wurden ihre Werke im Museum für zeitgenössische Kunst in Shanghai ausgestellt. Heute lebt und arbeitet sie in Treviso. Ihre Marken heissen Chiara Pizzinato (High Fashion) und Chiarindi (Prêt-à-porter).