Judith Mundwiler im Porträt

Judith Mundwiler im Porträt

Ausgangspunkt für ihre Werke sind meist einfache, geometrische Formen.

Judith Mundwiler ist Textilgestalterin und Werklehrerin. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Basel.

Ausgangspunkt für ihre Werke sind meist einfache, geometrische Formen. Stoffe und andere Materialien werden in Streifen, Quadrate und Rechtecke geschnitten oder gerissen und in der Regel ohne Vorlage zusammengesteckt und dann genäht. So erscheinen Judith Mundwilers Arbeiten unmittelbar und ungekünstelt.

Vom Videoband bis zur Seidenorganza, vom Plastiksack bis zu Bastbändern, vom Orangennetz über allerlei Samen und Blüten, von Erden, Sand und Steinen bis zu Alufolien, von der Spitze bis zum Metallfaden, ein scheinbar unvereinbarer Materialmix, der zu einer lebendigen, einfühlsamen Ordnung gefügt wird. Judith Mundwiler verzichtet meistens auf starre gerade Nähte. Sie lässt dem Material und auch dem betrachtenden Auge „Bewegungsfreiheit“.

Einige von Judith Mundwilers Werk-Stücken wirken sehr fragil und zart; verwundbar wie das Leben selber. Aus anderen Stücken wiederum wächst uns – wenn wir empfänglich dafür sind - aus „geschichteten“ Tiefen eine neue, versöhnliche Ästhetik des Miteinanders, Übereinanders und Untereinanders entgegen.

Eine Botschaft, die uns gerade jetzt und heute wohl tut.
(Text: Susanne Ernst)